Ordentliches Wolfsmanagement

Der hohe Schutzstatus von Wölfen bedroht unsere heimische Almwirtschaft

Gefährdung durch Wölfe nimmt zu!

Aufgrund einer völlig veralteten Gesetzeslage steigt die Wolfspopulation ungehindert an. Mittlerweile bedrohen sogenannte „Problemwölfe“ nicht nur unsere Almwirtschaften und Weidetiere, sondern nähern sich bereits gefährlich den Menschen.

Der Wolf ist in den letzten Jahren zu einer immer größeren Bedrohung für die Nutztiere auf unseren Almen geworden, wodurch mittlerweile auch die Existenzen vieler Bauern gefährdet sind. Die zunehmende Rückkehr des Wolfes in unsere Wälder und Almen stellt unsere traditionelle Bergland- und Kulturlandwirtschaft in Frage. Wollen wir diese erhalten, brauchen wir ein ordentliches Wolfsmanagement.

Im Vorjahr wurden mehr als 260 Schafe gerissen und auch die Scheu des Wolfes vor menschlichen Siedlungsgebieten sinkt zunehmend.

Unsere Alm- und Weidewirtschaft steht für ein hohes Maß an Tierwohl, Naturnähe und höchste Qualität der schlussendlich entstehenden Lebensmittel. Auch Tourismus, Freizeitwirtschaft, Volkskultur und Biodiversität profitieren von dieser über Jahrhunderte gewachsenen Landwirtschaftsform und der Offenhaltung der Landschaft. Wenn wir all das auf Dauer sicherstellen wollen, müssen wir auch Entnahmen als zulässige Maßnahme akzeptieren. Mittlerweile ist der Wolf in Europa mit über 20.000 Individuen keine bedrohte Art mehr.“
(Josef Moosbrugger, LaWi-Kammer- Präsident)
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Der hohe Schutzstatus des Wolfes gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) stammt teilweise noch aus den 1970er Jahren, als nicht mit einer solch massiven Ausbreitung zu rechnen war. 

FAKT-ASTISCH – Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH)

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie hat zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. (Quelle)

Schutzstatus von Wölfen herabsetzen

Die FPÖ fordert seit Jahren, dass der Schutzstatus der Wölfe in den sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien (FFH) herabgestuft wird, damit Problemwölfe entnommen werden können. Entsprechende Anträge wurden bis dato von den Regierungsparteien im Parlament abgelehnt. Innerhalb der Landwirtschaftskammer gibt es hingegen bereits Konsens für die Einführung eines österreichweit einheitlichen Wolfsmanagements bzw. für die Herabsetzung des Schutzstatus von Wölfen. 

Wir müssen jetzt handeln!

Angesichts zunehmender Berichte über gerissene Schafe und Weidetiere ist vor allem für unsere Bauern nicht mehr zumutbar, einer solch massiven Ausbreitung der Wölfe weiterhin tatenlos zuzusehen. Hier wird Tierleid bewusst in Kauf genommen! Viele unserer Bauern müssen tagtäglich in der Ungewissheit schlafen gehen, ob ein Wolf auf ihrer Weide zuschlägt oder nicht.

Es ist irrsinnig, dass der Schutzstatus von Wölfen derart hoch angesetzt wird, während unsere Almwirtschaft Wolfsattacken gegenüber hilflos ausgeliefert ist und auch das Gefahrenpotenzial für Menschen zunimmt. Um unsere traditionelle Berg- und Kulturlandwirtschaft zu erhalten, brauchen wir eine rasche Lösung!

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Herdenschutzmaßnahmen: Teuer und oft einfach nicht möglich

Kleine Zeitung, 19. Juli 2021: „Herdenschutz ist viel teurer als ein Lamm“

Anträge im Nationalrat:

Wir fordern ein aktives Wolfsmanagement in Österreich sowie die Entnahme von Problemwölfen durch Änderung des Schutzstatus gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien (FFH).

Bereits in der letzten Nationalratssitzung vor der Sommerpause 2020 forderte die FPÖ in einem Antrag, Maßnahmen zu treffen, um ein aktives Wolfsmanagement in Österreich sowie die Entnahme von Problemwölfen durch Änderung des Schutzstatus gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien (FFH) zu ermöglichen. Obwohl mehrere ÖVP-Landes- und Bundespolitiker, quer durch Österreich genau dies fordern, die ÖVP inzwischen auch zu Demonstrationen aufruft und zudem noch im Parlament eine ÖVP-Petition mit derselben Forderung gestartet wurde, wurde der Antrag auch von der ÖVP im Parlament abgelehnt. 

Aufgrund der Wichtigkeit und Dringlichkeit der Thematik für unsere Bauern, wurde der Antrag bereits mehrfach eingebracht. Die ÖVP soll endlich Farbe bekennen, ob sie zu den betroffenen Almbauern steht oder nicht!

Hier findet ihr die Anträge zum Nachlesen:

  • Bevölkerungsschutz in wolfsnahen Siedlungsgebieten durch Anpassung der FFH-Richtlinie
    > zum Artikel
  • Änderung der FFH-Richtlinien zum Schutz der heimischen Almwirtschaft
    > zum Artikel
Presseaussendungen:

FPÖ – Angerer: Im Tal wird der Wolf auch zur Gefahr für den Menschen
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FPÖ – Angerer/Muhr: Die Almsaison ist fast vorbei, die Gefahr durch Wölfe noch lange nicht!
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FPÖ – Angerer/Muhr: Kärntner Wolfsmanagement: Das ist kein Paukenschlag, sondern ein Streichquartett
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FPÖ – Angerer/Muhr: Wolfsproblematik: Kärnten muss dem Salzburger Vorbild folgen
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FPÖ – Angerer/Muhr: Wir brauchen eine klare Entscheidung: Almwirtschaft oder Wolf!
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FPÖ – Angerer/Muhr: Der Wolf schläft nicht – unsere Regierung schon 
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FPÖ – Angerer/Muhr: Es reicht: Nun wird der Wolf auch zur Gefahr für die Menschen!
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FPÖ – Angerer/Muhr zu Wolfsmanagement: Kärnten muss dem Salzburger Vorbild schnellstmöglich folgen!
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Parlamentarische Anfrage betreffend Schutzstatus des Wolfes in der FFH-Richtlinie
(Anfragebeantwortung: 3381/AB vom 13.11.2020 zu 3373/J)

Aus einer parlamentarischen Anfrage an das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gingen folgende Informationen zum Schutzstatus des Wolfes in Österreich und Europa hervor:

Der Schutzstatus des Wolfes ist in den einzelnen EU-Ländern folgenden Anhängen der FFH-Richtlinie geregelt:

Anmerkung:
Anhang II & IV: Für im Anhang IV geführte Arten besteht strenger Schutz.
Anhang V: Dieser beschäftigt sich mit Tier- und Pflanzenarten, für deren Entnahme aus der Natur besondere Regelungen getroffen werden können. Sie dürfen, wenn sie in einem günstigen Erhaltungszustand sind, im Rahmen von Verwaltungsmaßnahmen genutzt werden.

Warum teilweise Listung in Anhang V:

Listungen abweichend vom Anhang II & IV wurden bei der Erstellung der Richtlinie (Griechenland und Spanien) oder im Rahmen der Beitrittsverhandlungen fixiert. Eine nachträgliche Aufweichung oder Verschärfung des Schutzstatus wurde bisher in keinem Mitgliedsstaat vorgenommen.

Die abweichende Regelung wurde getroffen, weil dem Wolfsbestand in den betreffenden Gebieten in Griechenland und Spanien ein günstiger Erhaltungszustand zuerkannt wurde.

Listung des Wolfes in Österreich in Anhang IV:
Die Festlegung, in welchem Anhang der FFH-Richtlinie der Wolf in Österreich geführt wird, erfolgte im Rahmen der österreichischen EU-Beitrittsverhandlungen. Zum Zeitpunkt der Beitrittsverhandlungen galt der Wolf in Österreich als ausgestorben und trat nur als seltenes Wechselwild in Erscheinung. Eine Sonderregelung wäre nicht zu begründen gewesen.

Laut Anfragebeantwortung wird das Bundesministerium keine Maßnahmen setzen, um den Schutzstatus des Wolfes in Österreich zu senken, da es in Österreich aktuell nur ein stabiles Rudel mit Nachwuchs gibt. Zwei weitere Rudel konnten sich nach aktuellem Stand nicht halten.

Evaluierung des Wolfsbestandes und Kompetenzen der Bundesländer:
2015 hat die Europäische Kommission die FFH-Richtlinie evaluiert und 2016 beschlossen, sie in der jetzigen Form beizubehalten. Evaluiert wird der Erhaltungszustand des Wolfs in den Mitgliedsstaaten alle 6 Jahre im Zuge der Berichtspflicht gemäß Art. 17 der FFH-Richtlinie.

Regulierungspläne gibt es auf europäischer Ebene nicht. Die innerösterreichische Kompetenz liegt bei den Bundesländern. Auf deren Ebene kann es aktuell Entscheidungen zur Entnahme einzelner problematischer Tiere gemäß Art. 16 der FFH-Richtlinie geben.

Die einzige durch Wölfe bedrohten Tierart in Österreich ist laut Bundesministerium das Mufflon (Wildschaf).

Hier findet ihr weitere Presseberichte und Informationen zum Thema:
WWF

ORF Kärnten: Wolf bei Bushaltestelle gesichtet
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Kleine Zeitung: Hohenthurn: Wolf bei Bushaltestelle gesichtet
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Kleine Zeitung: Kärnten könnte 2022 erstes Wolfsrudel haben
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5min.at: Schon wieder: Rund 20 Schafe am Hochrindl getötet und verletzt
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Kleine Zeitung: Wolf auf der Hochrindl: Sieben Schafe getötet, vier verletzt – FPÖ fordert Abschussauftrag
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ORF Kärnten: Weitere mögliche Wolfsrisse in Kärnten
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ORF Kärnten: Weiter Diskussion über Umgang mit Wolf
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krone.at: Wolf trabt am helllichten Tag an Autofahrer vorbei
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ORF Kärnten: LK fordert Abschuss von Wölfen
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msn.com: Köstinger für Wolfstötung als Konsequenz auf getötete Schafte
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5min.at: Wölfe gesichtet: Tote und vermisste Schafe sorgen für Aufregung im Gailtal
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KleineZeitung.at: Schafrisse durch Wolf entfachen Politstreit in Kärnten
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Kleine Zeitung: Nach Wolfsangriff in Hermagor: Bauern fordern Notabschuss
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orf.at: Wölfe rissen 40 Schafe, Kritik an Politik
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Kleine Zeitung.at: 95 tote Schafe seit Beginn der Almsaison
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derStandard.at: Wölfe: Jäger und Gejagte
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Landwirtschaftskammer Vorarlberg: Wolf tötet Schafe auf Vorsäß
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Kurier.at: Wolfsrisse machen Hiegelsberger sorgen. Heuer wurden in Oberösterreich von den Wölfen bereits viele Tiere gerissen.
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wwf.at: Der Wolf: Rückkehr eines Mythos
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wwf.at: Lösungen statt Panikmache. WWF präsentiert Aktionsprogramm Wolf
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Beutegreifer.at: Neue Literatur zum Thema Wolf
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Videobeiträge:

 

Petutschnig Hons, 15.07.2021

Auf den österreichischen Almen nehmen die Wolfsangriffe zu. In Tirol wurden allein heuer über 200 Schafe gerissen, im Gailtal starben ebenfalls zahlreiche Schafe, in Osttirol zählt man heuer bereits 100 tote Schafe. Petutschnig Hons hat sich das ganze mal ein bisschen angeschaut.

Servus TV: Servus am Abend, 15.07.2021

Bauern verzweifelt: Immer mehr Wolfsangriffe gemeldet

Zum Video >>

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