Bienenfreundliche Gemeinde

Bienenfreundliche Gemeinde - Bienenfreundliches Mühldorf!

Ein großer Teil der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion hängt von der Bestäubung durch die Bienen ab. Sie sind sozusagen Grundpfeiler der Lebensmittelversorgung in Österreich.

Die Kärntner Biene (Carnica) ist seit Jahrhunderten in unserer Region heimisch. Sie sorgt für Biodiversität, Bestäubung und liefert hochwertige regionale Produkte.

Die gutmütige Carnica ist exakt auf unsere heimischen Blütentypen abgestimmt und optimal an die Bedingungen in unserer Region angepasst.

Die Gemeinde Mühldorf möchte den Fortbestand dieser angepassten Biene sichern und unter der Einbindung von regionalen Imkern, dem Bezirksbienenzuchtverein und der Belegstelle Mühldorfer Ochsenalm eine breite Initiative ins Leben rufen.

Die Ziele sind:

  • Erhalt der Biodiversität.
  • Förderung von Imkern
  • Erhalt und Reinzucht der Kärntner Biene in Qualität und Quantität.
  • Förderung von Jungimkern und Bereitstellung von Standorten.
  • Erhalt der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit unserer  Carnica gegen Krankheiten.
  • Anlegen von Blühflächen.
  • Erhalt bzw. Verbesserung der Bestäubungsleistung.

Es wurden verschiedene Förderungen von Kärntner Gemeinden berücksichtigt und in die Initiative aufgenommen:

  1. Die Gemeinde bezahlt 10,– Euro Bestäubungsprämie pro Jahr für jeden Stock der Carnica-Biene, der im Gemeindegebiet steht. (Faulbrutuntersuchung muß nachgewiesen werden)
  1. Die Beleggebühren von Königinnen in der Höhe von etwa 4,– Euro für ansässige Imker werden von der Gemeinde getragen und direkt mit der Belegstelle verrechnet. Dadurch wird die Reinzucht gefördert.
  1. Der Selbstbehalt der veterinärmedizischen Untersuchung auf Faulbrut in der Höhe von rund 13,– Euro pro Poolprobe wird von der Gemeinde erstattet.
  1. Die Gemeinde wird nach Möglichkeit auf Eigengrund geeignete Blühflächen anlegen, diese nicht chemisch behandeln (spritzen) und nur einmal jährlich mähen.
  1. Es wird versucht, mit der Bereitstellung von Standorten, Imker zu motivieren zusätzliche Bienenstöcke aufzustellen.
  1. Es werden Maßnahmen zur Jungimkerförderung und Weiterbildung ausgearbeitet.

Macht mit und werdet zur "Bienenfreundlichen Gemeinde"

Mühldorf gilt als Pilotgemeinde.

Es werden alle Gemeinden im Bezirk angehalten, sich anzuschließen und die Initiative umzusetzen.

Jene Kommunen, die mitmachen möchten, werden mit der Urkunde „Bienenfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet und können sich auch so nennen.

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

Albert Einstein
 
Infoblatt zur „Bienenfreundlichen Gemeinde“

DOWNLOAD >>

Umfrage zum Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“
Das sind die Ergebnisse:

Alle Befragten sind sich einig, dass Bienen schützenswerte Tiere sind und sie sind der Meinung, dass das Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“ auch in ihrer Gemeinde möglich und sinnvoll wäre.

Die Mehrheit der befragten Personen ist der Meinung, dass der Schutz und der Erhalt der Bienen stärker gefördert werden sollte. Unter anderem, da die Bienen die Grundlage für unsere Lebensmittelversorgung darstellen, sie Teil unserer Natur und ein wichtiges Kulturgut sind.

Nur rund 6 % glauben, dass keine stärkere Förderung notwendig ist.

91 % der Befragten setzen sich selbst aktiv für den Schutz und den Erhalt der Bienen ein und sie achten beim Kauf von Honigprodukten auf die regionale Herkunft.

64 % unserer Umfrage-Teilnehmer haben sich selbst schon einmal überlegt, aktiver Imker zu werden bzw. spielen mit dem Gedanken, sich in ihrer Pension der Imkerei zu widmen.

Die übrigen 36 % können sich nicht vorstellen, sich selbst als Imker zu betätigen, unter anderem weil ihnen momentan noch die Zeit fehlt oder weil sie keinen Platz für einen Bienenstock haben.

Presseaussendungen zum Thema:

Oberkärntner Volltreffer: Mühldorf: Mit Pilotprojekt zur „Bienenfreundlichen Gemeinde“
weiterlesen >>

Spittaler Woche: Initiative für die Biene
weiterlesen >>

meinbezirk.at: Mühldorf ist auf die Kärntner Biene gekommen
weiterlesen >>

Schreibe einen Kommentar