Nistkästen für heimische Vogelarten

„Eines Vogels Flug durch den weiten Himmel trägt den Schauenden mit.“

Unbekannt

Vögel haben den Menschen aufgrund ihrer Fähigkeit zu fliegen schon immer fasziniert. Ob Dädalus mit seinem Sohn Ikarus, der Sumerer-König Etona auf dem Adler oder Wieland in der nordischen Göttersage – über Jahrtausende hat man den fliegenden Akrobaten nachgeeifert und träumte selbst davon, den Himmel zu durchstreifen.  Leonardo da Vinci hat dann die ersten technischen Konstruktionen zu Papier gebracht. Otto Lilienthal ging noch einen Schritt weiter und schaffte mit seinen Konstruktionen erste Flüge mit bis zu 250 Metern.

Heute ist für den Menschen das Fliegen in vielfacher Form kein Problem mehr. Doch durch die Industrialisierung der Landwirtschaft, die Versiegelung vieler Flächen und Trockenlegung vieler Biotope und Monokulturen verschwinden unsere befiederten Vorbilder in besorgniserregendem Ausmaß. Das Projekt „Nistkästen für heimische Vogelarten“ setzt sich genau mit diesem Problem auseinander und würde den Vögeln jene Höhlen und natürlichen Rohstoffe zurückgeben, die durch den Menschen großteils aus der Natur verschwunden sind. Speziell unsere Mehl- und Rauchschwalben, Wasseramseln, Wiedehopf, Kleiber, Meisen, Haus- und Feldsperling, Amseln, Star, Wendehals, Hausrotschwanz, Zaunkönig, Grauschnäpper, Waldkauz, Gänsesäger, Fledermäuse usw. sind mittlerweile auf diese Hilfe angewiesen. 

Es ist angedacht, den Bau der Nistkästen in den Schulen durchzuführen. So würde nicht nur die Artenvielfalt unserer heimischen Vogelwelt profitieren, sondern auch unsere Kinder. Durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit und die zunehmende Technisierung haben sie vielfach den Bezug zur Natur verloren und kennen kaum noch eine heimische Vogelart. Mit dem Bau der Nistkästen könnten sie nicht nur ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen, sondern auch viel über die Vogelarten und ihre Lebensräume lernen.

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Ergänzende und spannende Ideen zum Projekt:
  • Exkursion mit den Schülern und Beobachten der Vogelarten. Ornithologen mit entsprechender Erfahrung könnten über „Birdlife“ vermittelt werden.
  • Die Schüler übernehmen die Patenschaft für Nistkästen und betreuen sie regelmäßig.
  • Gemeinden könnten als Projektträger auftreten und die Schulprojekte z.B. durch den Materialankauf fördern und unterstützen.
  • Nistmaterial könnte von Holzverarbeitungsbetrieben in Oberkärnten zur Verfügung gestellt werden.
©Horst Zwischenberger

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©Horst Zwischenberger

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