Rotwild: Streckenfütterung bei massiven Schneemengen

"Die große Not der Tiere muss mit Streckenfütterungen gelindert werden. Finanzielle Unterstützung des Landes ist dringend erforderlich."

Durch die massiven Schneemengen, die in den letzten Wochen in Kärnten gefallen sind, sind aufwendige Maßnahmen zum Schutz des Wildes und zum Schutz des Waldes notwendig.

Bereits nach dem ersten Schneechaos sind die Tiere oft bis zum Hals im Schnee festgesteckt oder stehen aufgrund der Schneemassen in Flüssen und drohen zu verhungern.

Daher muss alles unternommen werden, damit das Wild versorgt ist und nicht seitens der Behörden Maßnahmen wie Notabschüsse ergriffen werden, weil Tiere in ihrer großen Not in Jungwälder getrieben werden und Schäden anrichten.

Als wichtigste Maßnahme, damit die Tiere nicht verhungern, müssen Wege aufgeschoben werden, um dann entlang der Wege Streckenfütterungen vorzunehmen.

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Presseaussendung:
fpoe-ktn.at: Massive Schneemengen in vielen Regionen: Große Not des Wildes lindern!
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fpoe-ktn.at: Große Not des Wildes in den von Schneemassen massiv betroffenen Regionen lindern!
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Rotwildfütterung:

Die Notzeitfütterung dient nicht nur dem Rotwild zum besseren Überleben der vegetationsarmen Zeit, sondern auch dem Schutz des Waldes. Mit den Fütterungen wird das Rotwild davon abgehalten den Wirtschaftswald zu schälen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es aber essentiell, dass das Wild auch an den Raufen (Futterkrippe) und in der Umgebung absolute Ruhe hat – sowohl aus jagdlicher Sicht als auch von Wintersportlern. (Quelle) Jede Beunruhigung des Rotwildes führt zu einem enormen Energieverbrauch. Das Wild fährt in der Notzeit alle Körperfunktionen und die Temperatur auf ein Minimum herunter. Bei Beunruhigung schaltet das Wild vom `Sparmodus` auf ‚Fluchtmodus‘ um und dieser Energieverbrauch ist oft die Ursache für das Verhungern bzw. für die Schälschäden, durch die ganze Baumkulturen in wenigen Tagen vernichtet werden.

„Leider haben Wildtiere kaum mehr die Möglichkeit, sich in flachere, vor den riesigen Schneemengen geschützte Gebiete zurückzuziehen. Denn diese sind im Normalfall bebaut.“

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Eine Antwort

  1. Seit 8. Dezember hat der HR 206031 (Greifenburg-Süd) 2 Notfütterungen im Raum Pobersach Ost auf der Gmahn und in Amlach entlang der Drau in Form einer Streckenfütterung geschalten, um die bereits gesammelten ca. 50 Stück Rotwild in den beiden Ortschaften von den Silolagern wegzubekommen auf die eben genannten schon seit 25 Jahren funktionierenden Stellen zu bekommen. Die Jagd in diesen Bereichen wurde umgehend eingestellt. Nach Weihnachten wurden noch eine Vorlage in Raum Waisach und um das Gehöft von Kanzian notwendig, da nochmals ca. 50 Stück Rotwild sich bei diversen Gehöften und Ballensilagenlagern aufhielten. Es wird ausnahmslos Heu und Grummet vorgelegt. Die örtlichen Jäger bedanken sich bei den Landwirten für die umgehende Bereitschaft, genügend Raufutter zur Verfügung zu stellen.
    Für eine ausdauernde und selbstverständliche Weiterführung dieser notwendigen Vorlage bedankt sich bei allen im Voraus
    Euer Hegeringleiter Josef Georg Matitz

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